Vom herzoglichen „Tapetmacher“ Peter Heymans ab 1554 in Stettin gewirkt, war das kostbare Stück wohl als Geschenk für Philipps Schwager Johann Friedrich von Sachsen gedacht, verblieb aber wegen dessen Tod im Wolgaster Schloß. Stolz präsentieren sich das pommersche und das sächsische Fürstenhaus gemeinsam mit dem Reformatorentrio Luther, Melanchton und Bugenhagen. 1536 hatte Luther Herzog Philipp und Maria von Sachsen, die Stiefschwester Kurfürst Johann Friedrichs, zu Torgau getraut. Am Rande der Hochzeitsfeierlichkeiten wurde Pommern in das Verteidigungsbündnis der protestantischen Fürsten aufgenommen. So sind auf dem Croy-Teppich Reformation, Landespolitik und Familiengeschichte geschickt „verwoben“ - immer mit Blick auf das Bündnis mit Sachsen, das für Pommern kirchlich, politisch und kulturell den Beginn eines Abschnittes seiner Geschichte bedeutete.
Unvorstellbar, daß das blühende Herzogsgeschlecht nicht einmal 90 Jahre nach Fertigstellung der „Tapezerey“ erlöschen sollte. Aber die Erinnerung an das pommersche Fürstenhaus, an Ernst Bogislaw von Croy und an seine Mutter ist und bleibt durch den im Pommerschen Landesmuseum präsentierten Croy-Teppich lebendig! Und nun geht der Name „Croy“ auch noch kulinarische Wege...
Mehr Informationen rund um den Teppich finden Sie unter
http://www.orientation.de/croy/ 